Ein ver­häng­nis­vol­ler Mythos: Ich muss nicht ver­kau­fen

Ver­käu­fer haben nicht den bes­ten Ruf. Für die einen sind sie aal­glatt und bie­dern sich an. Für die ande­ren sind sie aggres­si­ve Kampf­hun­de, die sich fest­bei­ßen und nicht mehr los­las­sen. Mit gro­ßem Stolz behaup­ten daher vie­le von sich: „Ich muss nichts ver­kau­fen“. Ein Irr­tum!

Jeder ist Ver­käu­fer

Rei­hen Sie sich nicht ein , wenn es dar­um geht, das Ver­kau­fen zu ver­ur­tei­len. Wir alle müs­sen ver­kau­fen, wenn wir erfolg­reich sein wol­len. Uns sel­ber, unse­re Ein­zig­ar­tig­keit, unse­re Leis­tun­gen und unse­re Fähig­kei­ten. Leben ist Ver­kau­fen – heu­te mehr denn je.

Wer nicht ver­kau­fen will, steht sich und sei­nem Erfolg ganz gehö­rig im Weg.

Ein­fach kein Ver­käu­fer-Typ?

Ver­kau­fen ist wich­tig, gut und schön, aber Sie sind ein­fach nicht zum Ver­kau­fen gebo­ren? Wenn Sie so den­ken, kann ich Ihnen ver­si­chern: Jeder hat das Zeug zum Ver­kau­fen.

Ihr Pro­blem ist womög­lich ein ganz ande­res: Sie kön­nen sich nicht iden­ti­fi­zie­ren mit der Vor­stel­lung, die Sie von einem Ver­käu­fer haben. So sind und so wol­len Sie nicht sein.

Ihr man­geln­des Ver­kaufs­ta­lent liegt dann gar nicht so sehr an Ihren feh­len­den Fähig­kei­ten, son­dern viel mehr an Ihren eige­nen Glau­bens­ät­zen. Sie haben ver­mut­lich ein nega­ti­ves Bild von Ver­käu­fern und boy­kot­tie­ren damit Ihre ver­käu­fe­ri­schen Fähig­kei­ten.

Sind Ver­käu­fer wirk­lich so schlech­te Men­schen?

Den­ken Sie an Mut­ter The­re­sa: Sie war eine bril­lan­te Ver­käu­fe­rin und ver­kauf­te Tau­sen­den von Frau­en die Idee, ihr bei der Arbeit in den Ster­be­häu­sern zu hel­fen. Oder Mahat­ma Gan­dhi: Er ver­kauf­te den Bri­ten die Idee eines gewalt­frei­en Indi­ens.

Ob eine gro­ße Idee oder eine beson­de­re Fähig­keit, ein gutes Pro­dukt oder eine nütz­li­che Dienst­leis­tung: Wer etwas anzu­bie­ten hat, muss die­ses Etwas ver­kau­fen kön­nen. Andern­falls blei­ben der Mensch­heit die bes­ten Ide­en ver­bor­gen.

Ver­kau­fen ist nichts ande­res als eine erfolg­rei­che und über­zeu­gen­de Kom­mu­ni­ka­ti­on. Sicher: Auch das kön­nen die einen bes­ser als die ande­ren. Aber die grund­le­gen­den Tech­ni­ken einer über­zeu­gen­den Kom­mu­ni­ka­ti­on kann jeder ler­nen.

Ent­schei­dend ist, WIE wir kom­mu­ni­zie­ren

Die viel­leicht wich­tigs­te Regel: Es ist wich­ti­ger, wie wir etwas sagen, als was wir sagen. Nach dem Drei­eck der Kom­mu­ni­ka­ti­on besteht erfolg­rei­che Kom­mu­ni­ka­ti­on nur zu 10 Pro­zent dar­aus, was wir sagen. Zu 35 Pro­zent besteht erfolg­rei­che Kom­mu­ni­ka­ti­on dar­in, wie wir etwas sagen. Und noch wich­ti­ger ist mit 55 Pro­zent unse­re Kör­per­spra­che.

Schon die­se Erkennt­nis ver­än­dert Ihre Fähig­keit erfolg­reich zu kom­mu­ni­zie­ren und zu ver­kau­fen enorm. Sie wis­sen jetzt: Alles Wis­sen die­ser Welt hilft Ihnen nicht, wenn Sie Ihr Gegen­über nicht mit Ihrer Ton­la­ge, Mimik und Ges­tik über­zeu­gen kön­nen.

Küm­mern Sie sich um die Inhal­te, aber inves­tie­ren Sie auch in Ihre Wir­kung. Fin­den Sie her­aus, was für ein Ver­käu­fer-Typ Sie sind und ler­nen Sie, ande­re rich­tig ein­zu­schät­zen.

5 Kommentare
  1. thomas kaller
    thomas kaller sagte:

    Bin seit mehr als 20 Jah­ren fol­lo­wer von Bodo Schä­fer.
    Inzwi­schen habe ich vie­les Wert­schät­zen gelernt.
    ZB Mein Selbst­wert­ge­fühl.
    mei­ne täg­li­chen „5“ Erfol­ge
    Mein Appell an die Jugend:
    Erfolg ist nicht ja oder nein, son­dern sehr viel mehr. Mit 20,30,40,50 Jah­ren gibt es sehr viel mehr Chan­cen als mit 73 🙂
    Nutzt die­se Chan­cen.

    PS
    Das Inter­view mit Dirk Kreu­ter ist ohne Ton.

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  2. Anke Danker
    Anke Danker sagte:

    Der Kur­ze Arti­kel über das Ver­kau­fen , lässt mein Blick auf die Ver­käu­fer anders erschei­nen.
    Gera­de jetzt hilft mir der Impuls , da ich Mor­gen ein wich­ti­ges Gespräch vor mir habe.
    Dan­ke Herr Schä­fer
    Einen erfolg­rei­chen Start in die neue Woche

    Antworten
  3. Markus
    Markus sagte:

    Hal­lo Herr Schä­fer,

    häu­fig wird heut­zu­ta­ge über E‑Mail kom­mu­ni­ziert und ver­kauft.
    Haben sie dazu auch ein paar Hilf­rei­che Tipps?
    Vor allem wenn es dar­um geht ein “nein” in ein “Ja” zu ver­wan­deln.

    Vie­len Dank
    Mar­kus

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