Wie Sie höhe­re Gewin­ne erzie­len — das Geheim­nis erfolg­rei­cher Unter­neh­mer

Unter­neh­mer haben in den Augen vie­ler Men­schen ein traum­haf­tes Leben: Sie haben Macht, Ein­fluss und genie­ßen eine unglaub­li­che Frei­heit. Stimmt. 

Doch die­ses Los zie­hen Sie nur,

  • wenn Sie über die ele­men­ta­ren Cha­rak­ter­zü­ge von Unter­neh­mern ver­fü­gen
  • Ihre wich­tigs­ten Auf­ga­ben ken­nen
  • und nie den Zweck Ihres Unter­neh­mens aus den Augen ver­lie­ren – näm­lich Gewin­ne zu erzie­len.

Lei­der wird in vie­len Unter­neh­men nicht genug dar­auf geach­tet, wie hoch der Gewinn wirk­lich ist. Dafür gibt es im Wesent­li­chen sechs Grün­de:

1.) Die Über­sicht über Ihre Finan­zen

Man will es nicht glau­ben: Es gibt immer noch Unter­neh­mer, die ihre Zah­len nicht ken­nen. Ins­be­son­de­re wenn das Geschäft nicht läuft, bli­cken die­se Unter­neh­mer nicht ger­ne und nur sel­ten in ihre Geschäfts­bü­cher. Sie hal­ten fest an ihrer Unter­neh­mens­idee oder an ihrer Idee vom Unter­neh­mer­da­sein. Lie­ber klam­mern sie sich an Bewähr­tes, als der Wahr­heit ins Auge zu schau­en. Schlecht ist das immer, doch in Kri­sen ist es fatal.

In jedem Unter­neh­men muss kon­se­quent und genau geprüft wer­den, ob Gewinn oder Ver­lust gemacht wird und wie hoch die Gewin­ne sind. Dabei ent­steht oft ein wei­te­rer Feh­ler:

2.) Umsatz ist nicht gleich Gewinn

Ein Grund­satz, der oft nicht beach­tet wird: Vie­le Unter­neh­men ver­wech­seln Umsatz mit Gewinn. Sie kon­zen­trie­ren sich dar­auf, stän­dig neu­en Umsatz zu machen. Dabei las­sen sie außer Acht, wo und wie sie spa­ren könn­ten.

Die Kon­se­quenz: Der Umsatz steigt, aber die Aus­ga­ben auch. Gewin­ne blei­ben aus.

3.) Kom­ple­xi­tät anstatt Ein­fach­heit

Lang­fris­tig führt rei­nes Umsatz-Stre­ben häu­fig zu einem wenig über­sicht­li­chen Pro­dukt­port­fo­lio und zu hoher Kom­ple­xi­tät. Vie­le erfolg­rei­che Unter­neh­mer machen es anders: Sie bevor­zu­gen das Ein­fa­che und erlie­gen nicht dem all­ge­mei­nen Glau­ben, dass Kom­ple­xi­tät etwas Gutes ist.

Mei­den auch Sie das Kom­ple­xe. Oft ver­ste­cken sich in kom­ple­xen Sys­te­men eine Rei­he an ver­steck­ten Kos­ten, die Ihre Gewin­ne mini­mie­ren. Sie ver­lie­ren zudem den Blick für das Wesent­li­che — Ihre Kern­bot­schaft, in der Ihr größ­tes (finan­zi­el­les) Poten­zi­al steckt.

4.) Nied­ri­ge Gewinn-Mar­gen

Wei­te­re Gewinn­ein­bu­ßen ent­ste­hen durch zu nied­ri­ge Gewinn-Mar­gen. Vie­le Unter­neh­men kal­ku­lie­ren kei­ne fes­ten Gewinn-Mar­gen. Sie unter­schät­zen, wie viel Geld sie wirk­lich brau­chen und bil­den kei­ne Rück­la­gen — ob für Gehäl­ter, Inves­ti­tio­nen oder Bera­ter.

Es ist wich­tig, den Kun­den Wert zu geben. Aber der Preis, den Sie dafür bezah­len muss um einen bestimm­ten fes­ten Pro­zent­satz höher sein als die Kos­ten.

5.) Feh­len­de Bud­get-Plä­ne

Immer wie­der ver­zich­ten Unter­neh­mer zudem auf Bud­get-Plä­ne. Zum einen sehen sie sich nicht als Zah­len­men­schen. Ein Feh­ler: Unter­neh­mer müs­sen Zah­len­men­schen sein. Wenn nicht sie die Gewin­ne kon­trol­lie­ren, wer dann?

Zum ande­ren erschließt sich ihnen der Sinn eines Bud­get-Plans nicht. Dabei ist er das wich­tigs­te Instru­ment für die Ziel­pla­nung, für die Bud­get-Kon­trol­le und die Kom­mu­ni­ka­ti­on eines Unter­neh­mens.

Ich bin mir sicher: Wer die Macht eines guten Bud­get-Plans ver­steht, wird Zah­len lie­ben!

6.) Man­gel an Posi­tio­nie­rung

Eben­so wich­tig ist die Posi­tio­nie­rung. Sie ken­nen ver­mut­lich mein Cre­do: Wer erfolg­reich sein will, muss jeden Tag eine bestimm­te Zeit an sei­ner Posi­tio­nie­rung arbei­ten.

Für Unter­neh­mer gilt das umso mehr: Sie müs­sen die Grund­sät­ze der Posi­tio­nie­rung ken­nen und anwen­den.

Je ein­zig­ar­ti­ger Ihr Geschäfts­mo­dell, des­to höher ist Ihre Chan­ce auf gute Gewin­ne. Lei­der unter­schei­den sich vie­le Unter­neh­mens­mo­del­le zu wenig von den Model­len der Mit­be­wer­ber. Damit neh­men sich Unter­neh­men die Mög­lich­keit, Prei­se zu bestim­men.

Kon­trol­lie­ren Sie Ihre Gewin­ne!

Erfolg­rei­che Unter­neh­mer erzie­len Gewin­ne nicht Umsatz. In die­sem Punkt soll­ten Sie unnach­gie­big sein. Kon­trol­lie­ren Sie Ihre Gewin­ne nicht, wer­den Sie kei­ne machen. So ein­fach ist das. Ich kann Ihnen nur emp­feh­len: Ver­tau­schen Sie Frus­tra­ti­on mit Fas­zi­na­ti­on – die Aus­ein­an­der­set­zung mit Ihren eige­nen Zah­len kann so befrie­di­gend und span­nend sein.

Eine der wich­tigs­ten Regeln unse­rer Zeit: Ver­kau­fen kön­nen

Wie viel bekom­men Sie für Ihren Job, wenn Sie ihn ver­kau­fen? Eine Mil­li­on Euro, 100.000 Euro oder erhal­ten Sie gar kein Geld? Eine selt­sa­me Fra­ge, ich weiß. Mein Coach stell­te sie mir und ande­ren immer wie­der und erhielt nicht viel mehr als ein rat­lo­ses Ach­sel­zu­cken.

Wie soll man sei­nen Job ver­kau­fen?

Doch hin­ter der Fra­ge steht ein wich­ti­ger Gedan­ke: Einen nor­ma­len Job im Ange­stell­ten­da­sein kann man weder ver­er­ben noch ver­kau­fen. Wenn Sie nicht mehr arbei­ten, ist Ihr Job nichts mehr wert. Sie erhal­ten nicht einen Cent dafür. Was bleibt Ihnen?

Anders geht es dem Eigen­tü­mer der Fir­ma, in der Sie arbei­ten: Er oder sie kann das Unter­neh­men ver­kau­fen und erhält dafür Geld. Möch­te ich Sie jetzt ermu­ti­gen, so schnell wie mög­lich Ihren fes­ten Job zu kün­di­gen und Unter­neh­mer zu wer­den? Nein.

Das Feld Ihrer Arbeit bestim­men Sie

Jeder soll­te selbst und nach sei­nen Bedürf­nis­sen ent­schei­den, in wel­chem Feld er oder sie arbei­ten möch­te. Ob als Ange­stell­ter, Frei­be­ruf­ler, Inves­tor, Unter­neh­mer oder Exper­te. Jeder die­ser Berei­che hat sei­ne Vor­tei­le, jeder hat sei­ne Nach­tei­le.

Was man wis­sen muss: Viel Geld macht man nur in bestimm­ten Berei­chen.

Ver­kau­fen kann aber jeder

Wer sagt, dass Sie als Ange­stell­te oder Ange­stell­te nicht trotz­dem etwas von Wert ver­kau­fen kön­nen? Nie­mand sagt es expli­zit. Doch bestimm­te Vor­stel­lun­gen haben sich über Jahr­zehn­te in unse­ren Köp­fen fest­ge­setzt und sind nur schwer wie­der her­aus­zu­krie­gen.

Ver­ges­sen Sie die alten Regeln

Eine die­ser alten Regeln: Unter­neh­men ver­kau­fen Pro­duk­te oder Dienst­leis­tun­gen und gehen damit viel­leicht an die Bör­se. Inves­to­ren legen Geld an und fah­ren damit Gewin­ne ein. Und die Ange­stell­ten? Sie kon­zen­trie­ren sich allein auf ihr wich­tigs­tes Gut: ihre Arbeits­kraft.

Der gro­ße Unter­schied: Arbeit­neh­mer tau­schen Zeit gegen Geld und ver­die­nen damit ein­fach. Unter­neh­men und Inves­to­ren ver­die­nen mit ihrer Arbeit viel­fach. Im Indus­trie-Zeit­al­ter hat das pri­ma funk­tio­niert, vie­le hat­ten siche­re Jobs und ein gutes Ein­kom­men.

Heu­te ist das anders:

Wir leben im Infor­ma­ti­ons-Zeit­al­ter

Fir­men und der Staat bie­ten nicht mehr die Sicher­hei­ten, wie sie die Genera­ti­on vor uns noch erlebt hat. Das heißt: Die Ver­ant­wor­tung für unser Leben und unse­re finan­zi­el­le Situa­ti­on liegt wie­der ganz bei uns. Ent­we­der wir ergrei­fen sie oder wir ver­lie­ren.

Dar­in liegt eine gro­ße Chan­ce: Wir sind gefor­dert, krea­tiv zu sein und eigen­ver­ant­wort­lich über wei­te­re Geld­quel­len nach­zu­den­ken. Und die Mög­lich­kei­ten, viel­fach Geld zu ver­die­nen, waren nie bes­ser als heu­te. Heu­te kann jeder ver­kau­fen und soll­te es tun.

Im Infor­ma­ti­ons­zeit­al­ter sind Ide­en Ihr wich­tigs­tes Kapi­tal

Immo­bi­li­en, Paten­te, geis­ti­ges Eigen­tum: Auch Ange­stell­te haben zahl­rei­che Optio­nen, etwas zu ver­kau­fen. Wel­che Ide­en sind auf dem Markt gefragt? Ent­wi­ckeln Sie per­ma­nent neue Ide­en und über­le­gen Sie, wel­che Ihrer Ide­en Sie ver­kau­fen kön­nen.

Vie­le Men­schen sagen: „Ich muss nichts ver­kau­fen.“ Ein gro­ber Feh­ler. Das Leben ist Ver­kauf. Oder sagen wir es so: Ein erfolg­rei­ches Leben ohne Ver­käu­fer­geist gibt es nicht.

Bes­ser ver­kau­fen: Wie gut Sie sind, hängt von Ihrer Ein­stel­lung ab

Die bes­te Gesprächs­stra­te­gie, durch­schla­gen­de Argu­men­te, Geheim­re­zep­te der Kun­den­ge­win­nung: Wenn Sie erfolg­reich ver­kau­fen wol­len, kön­nen Sie nicht tief genug in die Mate­rie ein­stei­gen. Besu­chen Sie Semi­na­re wirk­lich erfolg­rei­cher Ver­kaufs-Exper­ten, lesen Sie Bücher, eig­nen Sie sich die Sys­te­me der Pro­fis an. Das ist wich­tig!

Aber Sie müs­sen auch wis­sen:  Das eigent­li­che Ver­kaufs­ge­spräch – als Ihr gesam­tes Sys­tem —  ent­schei­det nur zu fünf Pro­zent über Ihren Ver­kaufs­er­folg.

Erfol­ge fah­ren Sie außer­halb des Ver­kaufs­ge­sprä­ches ein

Gan­ze 95 Pro­zent Ihres Ver­kaufs­er­fol­ges fin­den außer­halb Ihres Ver­kaufs­ge­sprä­ches statt.

Ent­schei­den­der als Ihre Wor­te und die wich­tigs­ten Tipps und Tricks sind die vie­len sub­ti­len Bot­schaf­ten zwi­schen Ihnen und Ihren Gesprächs­part­nern. Ganz vor­ne­weg: Ihre Ein­stel­lung zum Ver­kau­fen — sie drückt sich aus in Ihrer gesam­ten Kör­per­spra­che. In Ihrer Mimik, Ihrer Ges­tik, Ihrer Ton­la­ge und letzt­end­lich auch in dem, was Sie sagen.

Ihre Ein­stel­lung: Wich­ti­ger als jedes Sys­tem

War­um sagen Sie etwas? Wie ste­hen Sie zu einem Gespräch? Wie ste­hen Sie zur Tätig­keit des Ver­kau­fens über­haupt? Als Ver­käu­fer strah­len Sie sofort aus, wie Ihre Ein­stel­lung zur Sache ist. Sie haben nicht die gerings­te Chan­ce, dass es Ihr Gegen­über nicht mit­be­kommt.

Ob ein Ver­käu­fer oder eine Ver­käu­fe­rin sei­ne Sache ger­ne macht und einen Sinn dar­in sieht, zeigt sich sofort im Ver­kaufs­er­geb­nis. Das müs­sen Sie wis­sen und erken­nen: Sie ent­schei­den, wie Sie etwas sehen.

Wem geben Sie die Macht?

Immer wie­der gibt es Geschich­ten über die gegen­sätz­li­chen Stim­men im Ohr. Ich ver­glei­che sie ger­ne mit einem Adler und einer Ente.

Bei­de kön­nen flie­gen, aber die Ente bleibt dicht am Was­ser. Adler schwin­gen sich hoch in die Lüf­te, um die bes­te Beu­te zu machen.

Die Ente quakt, der Adler han­delt

Eine über­spitz­te und redu­zier­te Sicht der bei­den Tie­re – aber sicher­lich kön­nen Sie die Stim­men gut zuord­nen.

Die Ente sagt: „Heu­te Abend bist Du zu müde zum Lesen. Du kannst fern­se­hen.“ Der Adler schlägt vor: „Ver­such es wenigs­tens, hier ist ein gutes Buch.“

Die Ente ver­leug­net ger­ne: „Zucker ist schlecht?! Völ­li­ger Quatsch, jeder braucht Zucker.“ Der Adler ist kon­struk­tiv und sagt: „Iss doch lie­ber einen Apfel.“

Wel­cher Stim­me glau­ben Sie?

Jeder hat den Adler- und Enten-Anteil in sich. Ent­schei­dend ist, wem Sie zuhö­ren.

Las­sen Sie die zwei­feln­de und pes­si­mis­ti­sche Stim­me in Ihnen sie­gen oder glau­ben Sie der moti­vie­ren­den und opti­mis­ti­schen Stim­me? Lau­schen Sie den posi­ti­ven Unter­tö­nen und glau­ben dar­an, dass das Uni­ver­sum Ihnen Gutes will. Oder wäh­len Sie die nega­ti­ve Sicht und sehen in Ihrem Umfeld nur Men­schen, die Ihnen Schlech­tes wol­len.

Wie stel­len wir uns auf das Leben ein?

Dar­um geht es doch, wenn wir von unse­rer Ein­stel­lung spre­chen. Womit fül­len wir uns? Mit wel­chen Infor­ma­tio­nen füt­tern wir unse­ren Wis­sen­drang? Wem hören wir zu? Wel­che Wer­te neh­men wir an, wel­che leh­nen wir ab?

Es ist von zen­tra­ler Bedeu­tung, wie Sie die­se Fra­gen beant­wor­ten. Sie ent­schei­den nicht nur über die Qua­li­tät Ihres Lebens, wir tra­gen die Ant­wor­ten auch in jedes Ver­kaufs­ge­spräch hin­ein.

Ihre Ein­stel­lung neh­men Sie immer mit

Fehlt Ihnen die Lei­den­schaft, für das was Sie tun? Dann bringt Sie die bes­te Gesprächs­füh­rung nicht wei­ter. Ihr Gegen­über wird Ihren Wider­stand viel­leicht nicht bewusst, aber auf jeden Fall unbe­wusst spü­ren.

Von daher bit­te ich Sie: Nut­zen Sie jede Chan­ce, um Ihre Ein­stel­lung zu trai­nie­ren. För­dern Sie den Adler in sich. Ver­wan­deln Sie Frus­tra­ti­on in Fas­zi­na­ti­on.

PS: Falls Ihnen der Blog-Bei­trag gefal­len hat und Sie es letz­te Woche noch nicht gese­hen haben: HIER KLICKEN und das bis­lang unver­öf­fent­lich­te Inter­view sehen von Dirk Kreu­ter, Euro­pas Ver­kaufs­trai­ner #1 und mir. Ich stel­le Teil 1 des Inter­views nur noch für 48 Stun­den zur Ver­fü­gung. Teil 2 folgt dann nächs­ten Sonn­tag.

Sie dür­fen mei­nen News­let­ter nächs­te Woche auf gar kei­nen Fall ver­pas­sen!!! Neben Teil 2 habe ich noch ein ganz beson­de­res High­light für Sie…aber dazu nächs­te Woche mehr! Es wird sich für Sie loh­nen-GARAN­TIERT!

Ein ver­häng­nis­vol­ler Mythos: Ich muss nicht ver­kau­fen

Ver­käu­fer haben nicht den bes­ten Ruf. Für die einen sind sie aal­glatt und bie­dern sich an. Für die ande­ren sind sie aggres­si­ve Kampf­hun­de, die sich fest­bei­ßen und nicht mehr los­las­sen. Mit gro­ßem Stolz behaup­ten daher vie­le von sich: „Ich muss nichts ver­kau­fen“. Ein Irr­tum!

Jeder ist Ver­käu­fer

Rei­hen Sie sich nicht ein , wenn es dar­um geht, das Ver­kau­fen zu ver­ur­tei­len. Wir alle müs­sen ver­kau­fen, wenn wir erfolg­reich sein wol­len. Uns sel­ber, unse­re Ein­zig­ar­tig­keit, unse­re Leis­tun­gen und unse­re Fähig­kei­ten. Leben ist Ver­kau­fen – heu­te mehr denn je.

Wer nicht ver­kau­fen will, steht sich und sei­nem Erfolg ganz gehö­rig im Weg.

Ein­fach kein Ver­käu­fer-Typ?

Ver­kau­fen ist wich­tig, gut und schön, aber Sie sind ein­fach nicht zum Ver­kau­fen gebo­ren? Wenn Sie so den­ken, kann ich Ihnen ver­si­chern: Jeder hat das Zeug zum Ver­kau­fen.

Ihr Pro­blem ist womög­lich ein ganz ande­res: Sie kön­nen sich nicht iden­ti­fi­zie­ren mit der Vor­stel­lung, die Sie von einem Ver­käu­fer haben. So sind und so wol­len Sie nicht sein.

Ihr man­geln­des Ver­kaufs­ta­lent liegt dann gar nicht so sehr an Ihren feh­len­den Fähig­kei­ten, son­dern viel mehr an Ihren eige­nen Glau­bens­ät­zen. Sie haben ver­mut­lich ein nega­ti­ves Bild von Ver­käu­fern und boy­kot­tie­ren damit Ihre ver­käu­fe­ri­schen Fähig­kei­ten.

Sind Ver­käu­fer wirk­lich so schlech­te Men­schen?

Den­ken Sie an Mut­ter The­re­sa: Sie war eine bril­lan­te Ver­käu­fe­rin und ver­kauf­te Tau­sen­den von Frau­en die Idee, ihr bei der Arbeit in den Ster­be­häu­sern zu hel­fen. Oder Mahat­ma Gan­dhi: Er ver­kauf­te den Bri­ten die Idee eines gewalt­frei­en Indi­ens.

Ob eine gro­ße Idee oder eine beson­de­re Fähig­keit, ein gutes Pro­dukt oder eine nütz­li­che Dienst­leis­tung: Wer etwas anzu­bie­ten hat, muss die­ses Etwas ver­kau­fen kön­nen. Andern­falls blei­ben der Mensch­heit die bes­ten Ide­en ver­bor­gen.

Ver­kau­fen ist nichts ande­res als eine erfolg­rei­che und über­zeu­gen­de Kom­mu­ni­ka­ti­on. Sicher: Auch das kön­nen die einen bes­ser als die ande­ren. Aber die grund­le­gen­den Tech­ni­ken einer über­zeu­gen­den Kom­mu­ni­ka­ti­on kann jeder ler­nen.

Ent­schei­dend ist, WIE wir kom­mu­ni­zie­ren

Die viel­leicht wich­tigs­te Regel: Es ist wich­ti­ger, wie wir etwas sagen, als was wir sagen. Nach dem Drei­eck der Kom­mu­ni­ka­ti­on besteht erfolg­rei­che Kom­mu­ni­ka­ti­on nur zu 10 Pro­zent dar­aus, was wir sagen. Zu 35 Pro­zent besteht erfolg­rei­che Kom­mu­ni­ka­ti­on dar­in, wie wir etwas sagen. Und noch wich­ti­ger ist mit 55 Pro­zent unse­re Kör­per­spra­che.

Schon die­se Erkennt­nis ver­än­dert Ihre Fähig­keit erfolg­reich zu kom­mu­ni­zie­ren und zu ver­kau­fen enorm. Sie wis­sen jetzt: Alles Wis­sen die­ser Welt hilft Ihnen nicht, wenn Sie Ihr Gegen­über nicht mit Ihrer Ton­la­ge, Mimik und Ges­tik über­zeu­gen kön­nen.

Küm­mern Sie sich um die Inhal­te, aber inves­tie­ren Sie auch in Ihre Wir­kung. Fin­den Sie her­aus, was für ein Ver­käu­fer-Typ Sie sind und ler­nen Sie, ande­re rich­tig ein­zu­schät­zen.

Sei­en Sie dank­bar, dass Sie ver­kau­fen dür­fen

Als ich 26 Jah­re alt war, traf ich eine wich­ti­ge Ver­ein­ba­rung mit mei­nem Coach: Ich woll­te von nun an 100.000 DM im Jahr ver­die­nen. Für mich war das damals eine unfass­bar hohe Sum­me. Also frag­te ich mei­nen Coach, wie ich es anstel­len soll, so viel Geld zu ver­die­nen.

Mein Coach erwi­der­te: „Ich ver­ra­te Ihnen den bes­ten Tipp, den ich geben kann“. Ich war begeis­tert, erwar­te­te ein Patent­re­zept, eine groß­ar­ti­ge Stra­te­gie, ein bril­lan­tes Sys­tem. Doch sei­ne Ant­wort war schlicht und so ganz anders, als ich es erwar­tet hat­te:

 „Ler­nen Sie ver­kau­fen“

Damit war das Gespräch für ihn been­det und ich muss­te schau­en, was ich mit die­ser Aus­sa­ge anfan­gen konn­te. Ehr­lich gesagt, hat­te ich mehr erwar­tet. Ver­kau­fen, das tat ich ja schon.

Heu­te weiß ich: Zwi­schen einem durch­schnitt­li­chen und einem erfolg­rei­chen Ver­käu­fer lie­gen finan­zi­ell gese­hen Wel­ten. Auch dar­über hin­aus trennt sie Grund­le­gen­des.

Der Preis Ihres Ver­kaufs­er­folgs

Wis­sen Sie, wie viel mehr ein erfolg­rei­cher Ver­käu­fer ver­dient? Die Ant­wort wol­len vie­le gar nicht glau­ben. Als erfolg­rei­che Ver­käu­fe­rin oder erfolg­rei­cher Ver­käu­fer ver­die­nen Sie 16 Mal mehr. Was ein Unter­schied: 25.000 oder 400.000 € Jah­res­ein­kom­men!

Doch es geht nicht nur ums Geld

Es gibt Men­schen, die sagen: „Ich bin jetzt so erfolg­reich, dass ich nichts mehr ver­kau­fen muss.“ Die­se Men­schen sind nur erfolg­reich gewor­den, weil sie sich ein Leben ohne Pro­ble­me erträumt haben. Das Ende vom Lied: Wenn sie erfolg­reich sind, haben die­se Men­schen noch mehr Pro­ble­me. So ist es immer. Beim Ver­kau­fen geht es um mehr.

Ver­kau­fen heißt Brü­cken bau­en

Träu­men Sie von Erfolg. Stre­ben Sie hohe Ein­künf­te durch Ihre Ver­kaufs­er­fol­ge an. Aber erken­nen Sie zuerst den wah­ren Wert des Ver­kau­fens.

Näm­lich: Wer erfolg­reich ver­kauft, hat sich selbst erkannt und gelernt, sein Gegen­über zu ver­ste­hen und so zu kom­mu­ni­zie­ren, dass eine ech­te Bin­dung ent­steht.

Erfolg­rei­che Ver­käu­fer schla­gen eine Brü­cke von sich zu ihren Gesprächs­part­nern. Die­se Fähig­keit brau­chen Sie nicht nur als Ver­käu­fe­rin oder Ver­käu­fer. Die­se Fähig­keit brau­chen Sie in jedem Beruf und allen zwi­schen­mensch­li­chen Bezie­hun­gen. Ver­kau­fen ist Leben.

Und im Leben haben wir immer die Wahl zwi­schen Angst und Frei­heit. Oder anders aus­ge­drückt: zwi­schen Kom­fort­zo­ne und Frei­heit.

Ihre Wahl: Angst oder Frei­heit?

Wenn Sie sich für die Frei­heit ent­schei­den, ver­las­sen Sie Ihre Kom­fort­zo­ne und stel­len sich Ihren Ängs­ten. Dafür gewin­nen Sie zahl­rei­che Mög­lich­kei­ten, tie­fe Erfül­lung und die Chan­ce zu wach­sen. Ein wun­der­ba­rer Neben­ef­fekt: Sobald Sie Ihre Kom­fort­zo­ne ver­las­sen, wird Ihre Angst augen­blick­lich klei­ner, weil Sie grö­ßer wer­den.

Ver­kau­fen heißt: Raus aus der Kom­fort­zo­ne

Sie kön­nen die­ses Her­aus­tre­ten aus der Kom­fort­zo­ne nir­gend­wo bes­ser trai­nie­ren als beim Ver­kau­fen. Des­we­gen soll­ten wir immer ver­kau­fen, unser Leben lang. Ver­las­sen Sie immer wie­der Ihre Kom­fort­zo­ne und stel­len Sie sich Ihren Ängs­ten. Der Erfolg wird sich zei­gen.

Die Alter­na­ti­ve: Sie las­sen es mit dem Ver­kau­fen und ver­har­ren in Ihrer Kom­fort­zo­ne.

Die Kom­fort­zo­ne macht uns ängst­lich

Anstatt nach ech­ten Mög­lich­kei­ten zu suchen, ver­gnü­gen sich vie­le Men­schen mit Pseu­do-Freu­den. Anstatt ihren Vor­bil­dern aktiv nach­zu­ah­men, reicht es ihnen das Leben ihrer Hel­den bei Net­flix und Ama­zon nach­zu­er­le­ben.

Das Gefähr­li­che dar­an: Wenn Sie nicht wach­sen, weil Sie Ihre Kom­fort­zo­nen nicht ver­las­sen, wird Ihre Angst immer grö­ßer. Sicher­lich ken­nen Sie die­se Men­schen, die sich immer mehr Gedan­ken um immer klei­ne­re Sor­gen machen. Das soll­te Ihnen wirk­lich nicht pas­sie­ren.

Raus aus der Kom­fort­zo­ne, rein in die Angst und Mög­lich­kei­ten gewin­nen: Die­ses Spiel dau­ert unser gan­zes Leben und nir­gend­wo kön­nen wir das bes­ser erle­ben, als im Ver­kauf. Füh­len Sie sich nicht ver­don­nert zum Ver­kau­fen. Sei­en Sie dank­bar, dass Sie es dür­fen.